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Eventcafé – heute mit Eventregisseur Chris Cuhls

Eventcafé – heute mit Eventregisseur Chris Cuhls

In meinem EVENTCAFÉ treffe ich Expertinnen und Experten ihres Fachs, die ich zu verschiedenen Eventthemen befrage.

 

Heute mit: Chris Cuhls – Freier Eventregisseur, Konzeptioner und Show-Producer aus Köln.

Seit 2011 setzt Chris Cuhls Events als Ablaufregisseur um. Für große Marken sorgte er bei zahlreichen Projekten für den reibungslosen Ablauf der Show Inszenierungen. Er begleitet Agenturen darüber hinaus in der Konzeptionsphase bei der Entwicklung innovativer Eventformate. Seine Mission sieht er in der Gestaltung von Momenten, in denen Menschen sich begegnen und Neues entdecken, sowie gute Ideen ausgetauscht werden können. Mit seiner Erfahrung bewegt sich Chris Cuhls in der Bandbreite von musikaffinen Unterhaltungsshows im TV wie ‘Wetten, dass…?!’ über Veranstaltungen im Corporate Bereich aber auch im Non-Profit-Umfeld.

K. Hoffmann-Wagner: Als Eventregisseur und Konzeptioner vieler Markeninszenierungen und Corporate Events bist Du der kreativ-organisatorische Kopf, den sich Agenturen für ihre Projekte hinzuziehen. Wie würdest Du Deine Arbeit in zwei, drei Sätzen beschreiben?

Chris Cuhls: Meine Aufgabe ist, Events als Erlebnis zu inszenieren. Dazu muss ich das große ganze Bild verstehen, aber ebenso auf die Details achten. Das gelingt immer nur in gutem Teamwork. Drei Kernzutaten für den Erfolg sind Kommunikation, Präzision und Ruhe bewahren. Was ich damit meine liest sich hier.

Wie wird man Eventregisseur? Welche Voraussetzungen sollte man erfüllen?

Um den vielschichtigen Anforderungen gerecht zu werden, gehören diverse Qualifikationen in den ‚Köcher’. Von guten organisatorischen Fähigkeiten über Analyse, Kommunikation, Führungskompetenz, Kenntnissen von Psychologie und Dramaturgie bis hin zu kreativem Vorstellungsvermögen. Mit der Anzahl von umgesetzten Events entwickelt sich die nötige Erfahrung und damit souveräne Gelassenheit.

Wer kommt hauptsächlich mit Projektanfragen auf Dich zu: Sind es eher die Agenturen oder die Veranstalter selbst?

In der Regel sind dies Agenturen, die als Generaldienstleister mich dann zu den jeweiligen Projekten hinzuziehen. Es gibt aber auch zunehmend Unternehmen oder Stiftungen, die lieber direkt mit mir als Berater zusammen arbeiten möchten.

Welche Vorteile hat es in Deinen Augen, als freier Eventregisseur zu arbeiten ohne feste Bindung an eine Agentur?

Sagen wir mal so, ich kenne keinen festangestellten Regisseur. Dies hat gleich mehrere Gründe, unter anderem auch den Vorteil für jeden Kunden, der von meiner Expertise durch vielfältige Projekterfahrungen profitiert. Dennoch etablieren sich mit der Zeit feste Agentur-Beziehungen, da gewisse Konstellationen persönlich wie fachlich gut miteinander passen. Durch den gleichen Anspruch kommt man dann auch zu den gewünschten Ergebnissen und es macht auch einfach richtig Spaß!

Hat sich in den Jahren Deiner Tätigkeit als Ablaufregisseur die Eventlandschaft verändert? Haben sich die Anforderungen auch an Dich verändert?

Die Kernaufgabe bleibt die gleiche: den Ablauf von Veranstaltungen wie gewünscht auf die Bühne zu bringen. Dennoch werde ich neben dem reinen Ablauf immer mehr in die Konzeption von Events eingebunden, was mir ermöglicht schon viel früher mitzudenken und vor Ort effizient zu arbeiten. Fakt ist auch, das der Anspruch an Shows wächst und diese somit komplexer werden. Konstantes Wachstum und Wissenstransfer ist daher auch für mich wichtig.

Die Zielgruppe meiner Beratung sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die ihre Eventaktivitäten weitestgehend aus eigener Kraft auf die Beine stellen ohne Unterstützung von Eventagenturen. Welchen Rat würdest Du meinen Kunden mit auf den Weg geben, wenn sie am Beginn ihrer Eventplanung stehen?

Ich versuche immer zuerst die kommunikativen Botschaften zu definieren. Worum geht es, was wollen wir mit dem Event rüber bringen? Oder besser noch die Frage nach der Wirkung: Was soll nach dem Event anders sein als vorher – bei den Besuchern, in den Medien, in der Öffentlichkeit? Wenn das geklärt ist, dann leiten sich Strategie, Pläne und Umsetzung daraus ab. Es muss dann nicht immer das große Budget sein – mit dem richtigen Team und kreativen Lösungen lässt sich viel erreichen. Ach ja, entscheidend bleibt dabei natürlich, was die Gäste interessiert und unterhält – nicht die Eventveranstalter.

Ich nutze natürlich gerne die Gelegenheit, wenn Du schon mal zu Gast in meinem EVENTCAFÉ bist und bitte Dich, wieder im Hinblick auf KMU, die drei für Dich wichtigsten Schritte zu nennen, die ein Event auch mit wenig Budget zu einer spannenden Inszenierung machen.

Detail, Timing und Perfektion führen zu magischen Momenten. Was ich damit meine liest sich in meinem bald erscheinenden eBook „Die 7 Gebote der Inszenierung“. Weitere Gedanken und hilfreiche Tipps finden sich in diversen Beiträgen auf meinem Blog. Am besten tragen Sie sich gleich in meinen Newsletter ein, um auf dem laufenden zu bleiben.

Die Liste Deiner Referenzen liest sich wie das „Who is who“ großer und bekannter Marken, und für diese hast Du zahlreiche Messeinszenierungen und Produkteinführungen begleitet. Aber auch die vielen Corporate Events, die Du mit inszeniert hast, zeigen die große Bandbreite Deiner Projekte. Was waren für Dich die einprägsamsten Erfahrungen und Projekte? Wo musstest Du vielleicht auch Lehrgeld bezahlen?

Jedes Projekt bringt wirklich unterschiedliche Erfahrungen, an und mit denen ich wachse. Für mich ist dabei aber weniger die Größe und das Prestige, sondern immer die Idee entscheidend. Über meine größten Fehler und was ich daraus gelernt habe, schreibe ich hier. Am schmerzhaftesten war dabei wohl mein BurnOut

Was war für Dich der spannendste Auftrag?

Ich denke das war die Pressekonferenz für Daimler auf der IAA 2011. In Zusammenarbeit mit Andree Verleger und der Agentur Oliver Schrott Kommunikation ist dabei eine fantastische Show kreiert worden, die noch jetzt wirkungsvoll nachklingt. Die fünfmonatige Zeit war sehr arbeitsintensiv, aber das Ergebnis bleibt für mich absoluter Benchmark.

Auf was freust Du Dich in der nächsten Zeit am meisten?

Meine Freude liegt gerade in einem ganz anderen Lebensbereich, nämlich der Geburt meiner ersten Tochter. Glücklicherweise konnte ich mir eine längere Auszeit nehmen und die kleinen Wachstumsschritte hautnah erleben. Das sind die ultimativen WOW-Momente in meinem Leben.

Lieber Chris, ich danke Dir sehr für dieses Gespräch!

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