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Bitte nicht ansprechen – fünf Tipps, wie Sie garantiert keine Besucher an Ihren Messestand locken!

Bitte nicht ansprechen – fünf Tipps, wie Sie garantiert keine Besucher an Ihren Messestand locken!

Jetzt in der ruhigen Sommerzeit werden häufig die nächsten Messeteilnahmen vorbereitet. Messe? Da war doch was – ah ja, die Mitbewerber stellen doch immer bei so einer Branchenmesse aus, da muss man halt dann auch hin und sich zeigen. Aber was macht man dort eigentlich? Ist das nicht alles eh überflüssig in Zeiten von Social Media? Und überhaupt – was sage ich denn, wenn Besucher an den Stand kommen und auch noch Fragen stellen….

Hier meine fünf ultimativen Tipps, wie Sie erfolgreich den sogenannten Traffic an Ihrem Stand vermeiden! Keine Besucher – keine Arbeit!

1. Die Abwesenheits-Taktik

Es gibt tatsächlich Aussteller, die eine Standfläche mieten, ein paar Möbel und Flyer darauf positionieren und dann die Messezeit nutzen, um die neue Stadt kennenzulernen. Hervorragend! So gehen Sie erfolgreich jeglicher Kommunikation mit Standbesuchern aus dem Weg und können immer sagen: wir waren dort, wir waren Aussteller! Und die Besucher hätten uns ja kontaktieren können: wir haben Visitenkarten am Stand ausgelegt…

Es geht auch anders:

Wenn ein Messeauftritt nicht professionell und gut vorbereitet wird, kann man sich das Geld sparen. Nur mit einem Stand physisch präsent zu sein, ist kein Ziel für eine Messeteilnahme. Nur wer für sich vorab klare Messeziele definiert und diese in gezielte Besucheransprache umsetzt, wird erfolgreich sein. Nehmen Sie sich genügend Zeit vor der Messe, um festzulegen, welche konkreten Ziele Sie mit dem Messeauftritt verfolgen, wie diese umsetzbar und im Nachhinein auch messbar sind.

2. Die Dschungel-Taktik

Sie haben nur eine kleine Standfläche und kein Budget für schützende Rückwände oder große Standmöbel? Egal, hauen Sie raus, was Sie haben! Nicht ein, nicht zwei, besser drei oder vier Roll-ups mit unterschiedlichen Botschaften und einer großen Palette an Farben füllen den Stand ungemein. Dazu noch 1-2 Stehtische mit bunten Hussen und reichlich Auslagen – je bunter, desto besser. Vielleicht noch eine üppige Topfpflanze dazu. In diesem Dschungel werden Sie von keinem Besucher gefunden und schon gar nicht Ihre Markenbotschaften!

Es geht auch anders:

Gerade kleinere Messestände mit wenig Standfläche brauchen ein klares Konzept. Sie wirken schnell überfüllt, unaufgeräumt und unübersichtlich. Beschränken Sie sich auf wenige, aber aussagekräftige Elemente und setzen Sie auch im Kleinen Rahmen auf ein professionelles Corporate Design. Weniger ist in diesem Falle oft mehr!

3. Die Unsichtbarkeits-Taktik

Tun Sie einfach so, als wären Sie gar nicht da oder sogar unsichtbar. Stellen Sie sich einfach tot, so kommt niemand auf die Idee, Sie anzusprechen. Das Sitzen am Stand, vertieft in Ihr Smartphone – sicher haben Sie noch wichtige Dinge online zu erledigen – lässt potentielle Standbesucher erkennen: hier störe ich nur! Setzten oder stellen Sie sich auf jeden Fall hinter den Tisch oder die Theke an Ihrem Stand und stellen Sie sich beschäftigt – wirkt immer!

Das geht auch anders:

Die Messe ist ein Kommunikationsort, hier zeigt man sich und sein Angebot. Das sollte immer aktiv erfolgen, denn Messebesucher haben in der Regel wenig Zeit und Nerv, sich an scheinbar uninteressierte Aussteller zu wenden. Seien Sie offen und dem Besucher zugewandt. Auch der schönste und größte Messestand bringt keinen Erfolg, wenn er nicht richtig bespielt wird von der Standcrew!

4. Die Ich-weiß-von-nichts-Taktik

Verirrt sich dennoch ein Besucher an Ihren Stand und stellt Ihnen Fragen zu Ihrem Unternehmen oder Angebot, stellen Sie sich einfach unwissend und verweisen Sie auf nicht anwesende Fachleute. Vertrösten Sie die Besucher auf einen späteren Zeitpunkt, wenn Sie garantiert nicht mehr am Stand sind und sammeln fleißig Visitenkarten von Besuchern ein. So haben Sie ohne viel Mühe ganz viele Kontakte gemacht!

Es geht auch anders:

Wenn sich ein Besucher an Ihren Stand begibt, haben Sie nur wenige Augenblicke, um ihn für Ihr Angebot zu öffnen und neugierig auf mehr zu machen. Trainieren Sie vorab Gesprächseinstiege und Gesprächsverläufe. Überlegen Sie sich vorab, wie Sie durch gezielte Fragen Besucher auf Ihren Stand ziehen und haben Sie die richtigen Informationen dabei.

5. Die Ich-muss-weg-Taktik

Wer sagt eigentlich, dass Sie Ihren Stand bis zum Ende der Messe betreuen müssen? Sie sind schließlich viel beschäftigt und auf der Durchreise zu anderen wichtigen Terminen. Beginnen Sie auf jeden Fall frühzeitig mit dem Abbau Ihres Standes, wenn möglich schon zwei Stunden vor dem offiziellen Ende der Messe. So spricht Sie garantiert niemand mehr an und stört Ihre Abbauaktivitäten.

Es geht auch anders:

Die meisten Besucher – gerade bei B2B-Messen – kommen mit einem straffen Programm auf die Messe. Es werden vorab Termine ausgemacht und gezielt Aussteller besucht, da bleibt wenig Zeit zum Schlendern. Oft sind es gerade die letzten Stunden der Messe, in der sich Besucher die Zeit nehmen, bisher unbekannte Aussteller zu beachten und anzusprechen. Manche Messebesucher kommen auch erst in den Nachmittagsstunden zu ihrem Messerundgang, nach Dienstschluss. Die Messe und somit Ihr Messestand schließen frühestens zum offiziellen Ende – alles andere wäre im höchsten Maße unhöflich und unprofessionell.

Zu guter Letzt:

Für welche der hier – mit einem Augenzwinkern – beschriebenen Taktiken Sie sich auch entscheiden, es geht immer auch anders. Messe ist Arbeit – im Vorfeld, während der Messe und im Nachgang. Nur mit den richtigen Zielen und der richtigen Vorbereitung, wird die Messeteilnahme erfolgreich und kann z.B. dazu genutzt werden, wertvolle Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

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