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Eventcafé – heute mit Etikette-Expertin Heike Henke

Eventcafé – heute mit Etikette-Expertin Heike Henke

In meinem EVENTCAFÉ treffe ich Expertinnen und Experten ihres Fachs, die ich zu verschiedenen Eventthemen befrage.

 

Heute mit: Heike Henke –  Expertin für Image, Styling & Etikette

Heike Henke berät und begleitet Fach- und Führungskräfte dabei, ihren persönlichen Auftritt zu optimieren. Sie zeigt in persönlicher Beratung, aber auch in Seminaren, wie man sich gekonnt auf dem „Business-Parkett“ bewegt.  Diverse Fernsehauftritte in der ARD und bei RTL brachten Heike Henke eine noch größere Aufmerksamkeit für ihre Arbeit mit sich. Wenn es um den persönlichen Auftritt und um Etikettefragen geht, ist sie absolute Expertin und hilft Managern und privaten Kunden mit viel Charme und Einfühlungsvermögen dabei, ihren Auftritt weiterzuentwickeln.

K. Hoffmann-Wagner: Wo liegt eher der Schwerpunkt Deiner Arbeit, im Bereich Image, Styling oder Etikette?

Heike Henke: Es gibt keinen Schwerpunkt, weil alle drei Bereiche sich nahtlos ineinander fügen. Mit dem Image fängt alles an! Denn das Styling und die Etikette sind bereits das Image. Wir verkaufen erst mal uns als Person bevor wir mit unserem Produkt, Dienstleistung  und Know-how punkten. Wir alle sind Augenmenschen und deshalb gehen 55% alleine an die Optik beim Ersten Eindruck gefolgt von 38% für die Stimme und nur noch 7% entfallen auf das gesagte also den Inhalt –  sprich Kompetenz.

Du beschäftigst Dich neben dem Auftreten im privaten Bereich viel mit dem persönlichen Auftreten im Businessbereich – im Job oder auch bei Businessevents. Wer kommt zu Dir, um Hilfestellungen und Tipps zu bekommen?

Alle die im Job weiter kommen wollen. Gerade ab dem mittleren Management stellen sich die Weichen für das „Weiterkommen“ und hier trennen gerne die Unternehmen die „Spreu vom Weizen“. Es wird mehr auf die Etikette geschaut und viele verwechseln eine Einladung zum Lunch/Dinner mit einer netten Geste. Das ist ein fataler Fehler! Man will sehen wie sich der Mitarbeiter auf dem gesellschaftlichen Parkett bewegen kann. Deshalb rate ich immer zum einem Fresh-up zu den Themen Image, Styling & Etikette. Natürlich gilt das auch für alle selbständigen Unternehmer/innen. Auch hier sollte man Wert auf gute Umgangsformen legen und die Business Etikette beherrschen.

Kommen eigentlich eher Frauen oder eher Männer zu Dir?
 
Das hält sich die Waage. Wer voran kommen will, muss in seine Karriere investieren. Die Konkurrenz ist groß und nicht nur gutes Fachwissen punktet heute im Job alleine.

Was sind die häufigsten „Fauxpas“, die Du im Auftreten in der Businesswelt siehst?

Oh….wo soll ich da nur anfangen? Ob Handy, Email und im persönlichen Umgang miteinander. Ob beim Lunch oder Dinner bis bin zum Dresscode. Man kann nicht alles wissen und nicht immer ist „Knigge“ auch perfekt umsetzbar, dennoch kann man die ein-oder andere Klippe gut umschiffen, wenn man die Grundkenntnisse beherrscht und vor allem Authentisch bleibt.

Speziell für Businessevents gefragt: Was muss ich beachten, wenn ich an einer Tagung, einer Konferenz oder einem Kongress teilnehme, was meinen persönlichen Auftritt angeht? Gibt es allgemein gültige Regeln, z.B. für mein Outfit?

Der Dresscode ist von Branche zu Branche sehr unterschiedlich. Bei einer Tagung von IT’lern wird wohl kaum einer im Anzug sitzen, es sei denn er ist Head  of…Wenn man sich am gültigen Dresscode seiner Branche orientiert  ist man mit Sicherheit gut beraten.

Zum persönlichen Auftritt gehört neben dem Outfit natürlich die Sicherheit in Etikette-fragen. Hat sich Deiner Meinung nach in den letzten Jahren in diesem Bereich etwas verändert? Können wir uns eigentlich noch „gut benehmen“?

Wo fängt „gutes Benehmen“ an – so würde ich lieber die Frage gestellt wissen. Ein „Bitte“ und ein „Danke“ wäre ein guter Anfang. Rücksichtvoll im Alltag sein – das wäre wunderbar! Niemanden zuparken, Distanzzonen einhalten, mal eine Tür geöffnet halten, wenn man schon sieht, dass noch jemand nachkommt. Wenn ich weiter aufzähle wird unser Kaffee kalt 😉

Was war für Dich der spannendste oder auch herausforderndste Auftrag?

Oh….da erinnerst du mich an was! In der Tat hatte ich mal einen ganz besonderen Auftrag, den ich aber dann doch abgelehnt habe.

Ein junger Mann, der in den erweiterten Vorstand kam und meine Hilfe wollte. Ich sollte ihn komplett neu einkleiden und stylen. Hier ging es nicht nur um das Outfit sondern auch Brille, Handy, Schreibutensilien etc. sowie die Business Etikette. Allerdings war sein Wunsch, dass seine Frau alle Hemden und Krawatten kaufen sollte. Sie hätte einen so guten Geschmack. Als ich seine Frau und Ihre Vorstellungen kannte musste ich sehr schnell feststellen, dass das Outfit eher eine „bunte“ Mischung werden sollte.
Wir hatten zwei Möglichkeiten – entweder seine Frau kaufte weiterhin für ihn ein und er kleidete sich weiterhin so wie sie es wollte oder ich machte es und er war im Job als Vorstand angekommen. Ich lehnte ab!

Einige Monate später kam das Unternehmen auf mich zu und bat mich um Hilfe. Sie hätten einen neuen Vorstand, der so leider keinerlei „Feingefühl“ im punkto Outfit hätte und ich möchte ihm doch bitte helfen.

Du bietest Deine Beratung in Einzelterminen aber auch in Seminaren, z.B. für Firmen an. Wo gestaltet sich die Arbeit mit den Kunden einfacher: Im persönlichen Beratungsgespräch oder in der Gruppe während eines Seminars?

In einem Seminar kann man nur ganz allgemein über das Thema Image, Styling & Etikette sprechen. Jeder sucht sich das raus, wovon er meint, dass er gerade hier den Bedarf sieht und verinnerlicht das gehörte und gelernte. In einer persönlichen Beratung hat man mehr Gestaltungsspielraum. Hier kann ich schauen wo mein Klient gerade steht und was für ihn wichtig ist. Vielleicht genügt eine neue Frisur und Brille oder es ist nur die Etikette die den letzten Schliff braucht. Beides hat seine Berechtigung und jeder für sich sollte entscheiden, was er möchte – das Seminar oder doch lieber die persönliche Beratung und Unterstützung.

Auf was freust Du Dich in der nächsten Zeit am meisten?

Auf mein nächstes High Heel Lauftraining! Zwölf Frauen aus der Redaktion eines Frauenmagazins möchten das mal erleben und als kleines Dankeschön an mich haben sie mir vorab eine Torte in Form eines Schuhs geschickt. Darüber habe ich mich sehr gefreut – eben Wertschätzung!

Und ich freue mich, wenn wir uns wiedermal in Frankfurt auf einen Kaffee treffen und uns austauschen.

Ich danke Dir für dieses Gespräch, Heike!

Lieben Dank Kerstin, dass ich heute in deinem Eventcafe über meine Tätigkeit berichten durfte und freue mich auf interessierte Anfragen von deinen Lesern.

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