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In fünf Schritten zur digitalen Fitness

In fünf Schritten zur digitalen Fitness

Wenn es um Digitalisierung in der Eventbranche geht, dann werde ich immer hellhörig und neugierig, denn bei kaum einem anderen Thema wird so heiß diskutiert, im Nebel gestochert oder auch geflucht. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als das GCB, das German Convention Bureau, dieses Thema für eine Blogparade aufgriff: „Digitales Workout ein Must in der heutigen Arbeitswelt – Blogparade #Fitnessprogramm4punkt0“, so das Thema der Blogparade.

In meinem Beitrag habe ich aus meiner eigenen Erfahrung als digital aktive Selbstständige fünf Tipps für Eventprofessionals zusammengestellt, ganz gleich, ob Sie selbstständig oder im Unternehmen arbeiten.

1. Die Vorbereitung

Ganz klar: Die Digitalsierung hat die Branche erreicht und niemand sollte mehr die Augen davor verschließen. Doch mein Eindruck ist häufig gegenteilig. Voreilig und im blinden Aktionismus wird die digitale Transformation angegangen, ohne erst einmal nach den Chancen, aber auch auf Risiken und Nebenwirkungen zu schauen.

Hier mein Tipp: Prüfen Sie erst einmal genau und mit Bedacht, für welche Bereiche Ihrer täglichen Arbeit digitale Komponenten sinnvoll erscheinen und zu Ihrem Unternehmen passen. Dabei gilt für mich, weniger ist oft mehr. Es ist wenig zielführend, mehrere digitale Baustellen gleichzeitig anzugehen und sich dabei zu verzetteln. Deshalb lohnt sich hier unbedingt, Prioritäten zu setzen. Was sollte zuerst angegangen werden? Steht schon länger ein Wechsel zu einem Online-Teilnehmermanagementsystem an oder wollten Sie schon länger an Ihrer Online-Präsenz arbeiten und in Richtung professioneller Social-Media-Aktivitäten starten? Beginnen Sie Schritt für Schritt, aber mit der richtigen Planung und Vorbereitung.

2. Das Training

Wenn es um digitale Fitness geht, besteht hier kaum ein Unterschied zum Sport. Nur wer sich gut vorbereitet und ein effizientes Training absolviert, kann Spitzenleistungen bringen. Das gilt gleichermaßen für Einzelsportler, als auch für Mannschaftssportler. Oder eben für Einzelunternehmer und für Mitarbeiter von Unternehmen. Gerade im Bereich Social Media herrscht häufig noch immer die Meinung, dass das mal eben neben dem täglichen Business erledigt werden könnte. Doch fällt bei genauerem Hinsehen auf, dass nur derjenige professionell und zielgerichtet im Social-Media-Bereich aktiv sein kann, der sich gut aufgestellt hat.

Hier mein Tipp: Holen Sie sich Unterstützung von Fachleuten und machen Sie sich vertraut mit dem jeweiligen digitalen Thema. Das kann auf verschiedenen Wegen erfolgen: Über Seminare, Webinare, Vorträge, aber auch in der 1-zu-1-Unterstützung von Experten. Je nachdem, wie Ihre zeitliche, personelle, aber auch monetäre Situation ist, kann das eine oder andere für Sie sinnvoller sein.

3. Wo soll die Reise hingehen?

Auch für die Digitalisierung gilt: Es kommt auf die richtigen Ziele an. Digital aufzurüsten, nur weil es die Mitbewerber auch tun, kann eine Motivation sein, ist aber kein Ziel, das Sie weiterbringt. Die Gefahr besteht bei ziellosem Einsatz von digitalen Komponenten, dass Sie sich schlichtweg verzetteln. Im Bereich Social Media kann dies bedeuten, dass Sie schlichtweg an Ihrer Zielgruppe vorbei kommunizieren und diese gar nicht erreichen, weil Sie sich vorab weder um konkrete und erreichbare Ziele gekümmert haben, noch wissen, wo Ihre Zielgruppe überhaupt kommuniziert.

Hier mein Tipp: Stellen Sie sich immer zu Beginn – gerne auch zwischendurch zur Statusermittlung – die Frage, wohin die Reise gehen soll. Was sind Ihre Ziele, die Sie mit dem Umstieg in die Digitalisierung für den jeweiligen Bereich verfolgen wollen? Werden Sie dabei so konkret wie möglich und achten Sie auf die Nachprüfbarkeit der Ziele.

4. Das Handy bleibt an!

Kaum ein Thema wird bei Events so kontrovers seitens der Veranstalter behandelt wie die Frage nach dem Handy während der Veranstaltung. Das beobachte ich immer wieder und muss mitunter den Kopf schütteln. Erst kürzlich wurde ich samt aller anderen Teilnehmenden einer Konferenz geben, das Handy doch in der Tasche zu lassen. Nahezu gleichzeitig wurde für den Event-Hashtag Werbung gemacht. Hier ist vielen Veranstaltern nicht ganz klar, was sie wollen. Sie sprechen meines Erachtens den Teilnehmern eine Menge Eigenverantwortung ab.

Hier mein Tipp: Das Handy bleibt an! Die ewige Angst vieler Veranstalter, der Inhalt ihrer Veranstaltung würde nicht wahrgenommen und gewürdigt werden, weil sich die Teilnehmenden durch ihr Handy ablenken lassen, ist eine hartnäckige Mär. Ja, das Klingeln von Handy stört ungemein und ist unhöflich, deshalb: Ton aus. Doch heute steht das Handy für weitaus mehr als das Telefonieren. Es ist ein Kommunikationstool und als solches für Sie als Veranstalter von unschätzbarem Wert. Überlassen Sie es bitte den Teilnehmenden zu entscheiden, ob Sie während der Vorträge ihr Handy zücken möchten oder nicht. Ich twittere von Events sehr häufig und eifrig und verbreite dadurch gerne gute Inhalte. Bei einer Veranstaltung von 500 Teilnehmenden, von denen nur 200 über ihre sozialen Kanäle von Ihrem Event berichten, bedeutet das eine nicht zu unterschätzende Steigerung Ihrer Reichweite.

5. Machen!

Irgendwann kommt im Sport der Tag des Wettkampfs, denn die trainierten Leistungen wollen endlich auf die Bahn gebracht werden. Bei jeder guten Vorbereitung und der Abwägung von Vor- und Nachteilen erfordert auch die digitale Transformation einen konkreten Zeitpunkt, an dem Sie einfach anfangen sollten. Gerade in der Eventkommunikation via Social Media müssen nach Definition aller Ziele und Wege verschiedene Tools und Techniken schlichtweg getestet werden. Digitalisierung ist kein Zustand, der irgendwann erreicht und dort gehalten wird. Digitalisierung bedeutet Wandel, immer und immer wieder – für Technik und Mensch.

Hier mein Tipp: Erstellen Sie sich Zeiträume, die Sie für die Vorbereitungen benötigen, aber auch unbedingt einen Zeitpunkt, wann Sie mit Ihrem Tool starten. Manches an Erfahrung entwickelt sich im Tun und sollte dann in die Prozesse aufgenommen werden. Bei Ihren Social-Media-Aktivitäten sollten Sie verschiedene Wege austesten und Ihre Zielgruppe, Ihre Community, beobachten. Was läuft besser, reiner Content, Videos oder doch eher Podcasts? Wie gestaltet sich die Interaktion mit der Community? Mit einem guten Monitoring können Sie Ihre Aktivitäten sinnvoll beobachten und auswerten, um daraus wiederum Schlüsse für die weiteren Schritte zu ziehen. Bleiben Sie aktiv und bleiben Sie agil – für mich übrigens die wichtigsten Voraussetzungen für digital Heroes.

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