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Nach der Messe ist vor der Messe – mein Best of Events #BOE Rückblick

Bereits vor der diesjährigen Best of Events International #BOE in Dortmund hatte sich eine gespannte Unruhe unter den Besuchern breitgemacht: in diesem Jahr fand die Messe erstmals unter Federführung der Westfalenhalle Dortmund statt. Auch ich war sehr gespannt, wie sich die Fachmesse für Erlebnismarketing in diesem Jahr präsentieren würde, denn, die treuen Leser meines BLOGZINES wissen es, ich war immer recht kritisch und „not amused“ von den bisherigen Auftritten.

Mein Messetag war am 20. Januar, der erste von zwei Messetagen. Und so kritisch ich sonst bin, so positiv überrascht war ich in diesem Jahr: das neue Konzept ist voll und ganz aufgegangen. Hier meine Eindrücke:

Aussteller

Obgleich sich die Zahl der Aussteller erweitert hat und somit mehr Hallen bespielt wurden, hat sich die Qualität der Präsentationen überwiegend verbessert. Insgesamt fand ich die Auftritte der Messeteilnehmer hochwertiger – Ausnahmen wird es bei jeder Messe geben – und sehr vielfältig. Mir persönlich fehlten einige Weiterbildungsinstitute, da das Thema Weiterbildung unter den Eventplanern als sehr wichtig erachtet wird, aber auf jeden Fall noch ausbaufähig ist.

Vorträge

Hier haben die Veranstalter der BOE in meinen Augen am meisten gepunktet. Mit insgesamt vier Bühnen für Vorträge und interaktive Formate wurde ein riesen Angebot an Themen geboten. Thematisch aufgeteilt in das Techology-Forum in Halle 4 sowie in Halle 7 das MICE-Forum, dem Career Hub und die Speakers‘ Corner wurde viel Raum für Impulse und Präsentationen gegeben. Dass das Thema Nachhaltigkeit sowohl im Techology-Forum als auch im MICE-Forum jeweils einen Nachmittag belegt hat, freut mich persönlich natürlich besonders. Da ich nur einen Tag auf der Messe war, fiel mir die Auswahl der Vorträge, die ich besuchen konnte, ziemlich schwer und somit entschied ich mich für die Podiumsdiskussion zum Thema Besuchersicherheit um 11 Uhr im Technology-Forum, der interaktiven Session von Gabriele Schulze und Tina Gadow zum Thema Hybrid-Veranstaltungen im MICE-Forum und für ein Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Großevents, dem Vortrag von Christof Hertel über den evangelischen Kirchentag. Die Auswahl der Themen und der Referenten war hervorragend. Die Zeit allein war mein Problem…

Kontaktbörse

Mein diesjähriger Eindruck war, dass sich mehr Besucher in die Messehallen wagten (ich bin gespannt, ob dies Zahlen belegen werden…), denn es gab Möglichkeiten zum Netzwerken und Begegnungen ohne Ende. Das mag an der Neugier vieler Besucher gelegen haben, sich das neue Konzept live anzusehen, aber sicher auch an der Einsicht, dass es ohne Netzwerken und den persönlichen Austausch auch in der Live-Kommunikation nicht geht.

Anregungen für 2017

Die Premiere ist gelungen, so viel steht fest. Jetzt kann an das „Finetuning“ gegangen werden. Es gab hier und da ein paar Punkte, die ich noch verbesserungswürdig finde:

  • vielleicht gibt es doch eine Möglichkeit, die Vortragsforen so zu positionieren, dass ein Zuhören leichter fällt. Der Spagat zwischen der Integration der Bühnen in die Hallen, um so mehr Publikum zu erreichen, und der Möglichkeit für Redner und Zuhörer, ein konzentrierteres Sprechen und Hören zu ermöglichen, ist schwer. Aber sicher gäbe es hier die Möglichkeit, die Bühnen räumlich etwas abzutrennen
  • die Besucherführung ist vorgegeben durch die Hallenausschilderung, aber hier könnte, wenn die Hallen doch thematisch noch etwas stärker belegt werden könnten, eine bessere Wegweisung erfolgen. Halle 8 ist durch die Künstler und Musiker belegt – allein die Geräuschkulisse führt dorthin. Doch die anderen Hallen etwas mehr in thematischen Zusammenhängen zu belegen, wäre nach wie vor meine Anregung (wie auch schon im vergangenen Jahr)
  • im kommenden Jahr sollten unbedingt in jeder Halle sogenannte Network-Areas eingerichtet werden. Wenn man sich nicht an einem der Messestände herumtreiben wollte, gab es kaum Möglichkeiten, bei einem Kaffee und mit Sitzgelegenheit zum Netzwerken, Treffen, Ausruhen oder dem entspannten Twittern… Kaffeebars ohne Sitzgelegenheiten reichen da nicht aus
  • der nächste Schritt wäre dann noch für mich, sich um mehr Barrierefreiheit zu kümmern. Ja, es sind Besucher mit Behinderungen auf der Messe unterwegs und es gibt gute Möglichkeiten, hier anzusetzen, um die BOE für alle noch stärker erlebbar werden zu lassen – wir sind bereit….

Fazit

Die Veranstalter haben viel Herzblut in die Planung gelegt, das merkt man. Der Zeitpunkt des Wechsels war gut gewählt. In dem veränderten Konzept liegt viel Potenzial, um zu einem der wichtigsten Branchentreffpunkte des Jahres zu werden. Ich werde auch 2017 wiederkommen!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo Frau Hoffmann, vielen Dank für das ausführliche Feedback und die Einschätzung sowie das Lob, dass die Premiere gelungen ist. Wir prüfen alle Ihre Kritikpunkte, so wie wir generell für Kritik und Verbesserungen immer offen stehen. Das Team hat den Beitrag schon gefunden und wird sich ihm annehmen.
    Viele Grüße, Daniel Große vom Social Media Team der Messe Westfalenhallen Dortmund.

    1. Hallo Herr Große,
      das freut mich! Stehe für Rückfragen sehr gerne zur Verfügung!
      Beste Grüße
      Kerstin Hoffmann-Wagner

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