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Content counts – mein #cosca15-Rückblick

Content counts – mein #cosca15-Rückblick

cosca15_3Am 12. und 13. Juni 2015 fand zum dritten Mal in Folge das Content Strategy Camp, #cosca15 in Dieburg statt. Ein BarCamp, das sich an Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft richtet, die in Unternehmenskommunikation, Marketing, Social Media, Werbung, Design, Webentwicklung, IT und verwandten Bereichen arbeiten. Ziel ist es, sich über aktuelle Entwicklungen und Praxisprojekte auszutauschen.

Mein #cosca-Tag war Freitag, der 12. Juni, und ich will mein Fazit gleich mit dem Aufräumen einer Legende beginnen: nämlich damit, der Begriff BarCamp sei mit „Unkonferenz“ oder „Nicht-Konferenz“ zu übersetzen. Durch diese Übersetzung stellt man sich auf dem Boden sitzende, entspannte Teilnehmer vor, die strickend über das eine oder auch das andere Thema diskutieren, dabei angeregt Kaffee (oder Tee) trinken… ich denke, das genügt, um das Kopfkino anzuregen.

Das Content Strategy Camp ist mitnichten eine Unkonferenz. Das Programm ist professionell durchgetaktet mit Networking-Zeit, Begrüßung, Zeiten für Sessions, Zeiten für den Raumwechsel über lange Gänge, Pausenzeiten und und und. Lediglich die Inhalte fehlen, denn diese, und das ist dann doch Echt-BarCamp: diese werden von den Teilnehmern beigesteuert.

Der Session-Pitch
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Sessionpitch am Morgen.

Am Morgen stellten sich alle potentiellen Referenten mit Ihren Sessionideen dem Plenum und gingen durch den Sessionpitch. So entstand ein Bild, welche und wieviele Session es geben wird, welche Räume welcher Session zugewiesen werden.

Letztlich gab es ingesamt 30 (!) unterschiedliche Sessions zeitlich über vier Zeitstränge verteilt. In welcher Konferenz oder Tagung gibt es schon ein derartiges Angebot? Die beeindruckende Fülle stellte aber auch gleich das erste Problem für den #cosca-Teilnehmer dar: die Quahl der Wahl. Aufgrund der Menge an spannenden Themen, vom Content-Fitness-Pass für Unternehmen über Content Strategy und Monitoring bis hin zum Roboterjournalismus, fiel es mir sehr schwer, mich für eine Session pro Zeitstrang zu entscheiden.

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Der Sessionplan füllt sich.

Ich war in diesem Jahr zum zweiten Mal beim #cosca und mich hat die nochmalige Steigerung der inhaltlichen Ausrichtung der einzelnen Sessions im Vergleich zum Vorjahr überrascht. Hier sind Profis am Werk und keine Nerds, die eine Bühne für sich und ihre Ideen suchen.

 

Erste Wahl!

Meine erste Session wurde von Jens Cornelissen angeboten zum Thema „Storytelling – Buzzworld oder Patentrezept?“. Das waren meine Erkenntnisse aus seiner sehr gut vorgetragenen und mit guten Videobeispielen aufgefüllten Session:

  • Kernfrage beim Storytelling: wo ist überhaupt die Relevanz?
  • Storytelling ist nichts Neues!
  • das Produkt ist nicht die Story!

Meine zweite Session von Bettina Schöbitz (Respektspezialistin.de) mit dem Titel „Mal mal!“ hatte auf den ersten Blick erst einmal nicht viel mit dem #cosca-Thema zu tun. Das Gegenteil war der Fall, denn es ging um Content und seine Darstellung in Form von Scetchnotes. Ein Malkurs der anderen Art mit absolut professionellen Tipps.

Am Nachmittag besuchte ich dann noch die Session von Uwe Knaus über „Corporate Blogging“ bei Daimler – ein Blog, der zum größten Teil von eigenen Mitarbeitern geschrieben wird. Mein Learning aus dieser sehr heiteren Session:

  • Philosophie des Daimler Blogs: Dialog statt Monolog
  • Google liebt Blogs!
Was will ich hier?

Ich suche Inspiration, Tipps, Erfahrungen, die mich in meiner eigenen Arbeit weiterbringen. Und ich selbst habe wie im vergangenen Jahr, auch bei diesem #cosca wieder eine Session angeboten (darüber schreibe ich in Kürze). Nicht weil ich einer der Social Media-Profis bin – ich bin keine Social Media Managerin oder -Beraterin.

Aber ich habe als Unternehmerin mit Social Media zu tun, arbeite an meiner Strategie, blogge in meinem Corporate Blog. Und natürlich findet sich das Thema immer wieder in der Arbeit mit meinen Kunden, denn kaum ein Unternehmen kommt an Social Media vorbei.

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Das Foto nahm Bettina Schöbitz auf.

Warum eine eigene Session? Weil ich Wissen mitnehmen, Erfahrungen anzapfen will. Wo sonst steht man schon solch geballter Erfahrung und Kompetenz in diesem Bereich gegenüber? Und auch in diesem Jahr hat es geklappt: ich bin angereichert mit unglaublich vielen Ideen und Impulsen am Abend nach Hause gegangen.

BarCamp mit Struktur

Mein Fazit: BarCamps haben ein unglaublich hohes Potenzial, zufriedene Teilnehmer hervorzubringen, zu vernetzen, Themen nach vorne zu bringen. Aber BarCamps brauchen Struktur und Organisation, das macht sich nicht von selbst und stärkt die Professionalität der Veranstaltung. Von beidem hat das #cosca15 mehr als genug und ich hoffe, dass es im nächten Jahr weitergeht.

Nach dem dritten #cosca hat sich das Format so richtig „warm“ gelaufen und es muss eine Fortsetzung geben.

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