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Bio-Event oder Öko-Messestand – wie sieht Nachhaltigkeit in der Live-Kommunikation aus?

Bild: K. Hoffmann-Wagner
Bild: K. Hoffmann-Wagner

Vielleicht geht es Ihnen so wie mir: Inzwischen ist um mich herum alles irgendwie nachhaltig geworden – die Supermarktketten werben mit nachhaltigem Handeln, Autokonzerne machen sich den Begriff zu eigen (ohne aber wirklich erschwingliche Öko-Autos auf den Markt zu bringen…), Möbelhäuser werben auf ihren Websites damit und viele andere Unternehmen ganz gleich aus welcher Branche tun es ihnen gleich. Was wirklich dahinter steckt, ob Methoden des  „Greenwashing“ oder wirkliches, ökologisches Unternehmertum, kann an dieser Stelle nicht wirklich beurteilt werden.

Bio-Catering – und was noch?

Seit einiger Zeit verfolge ich das Thema Nachhaltigkeit im Veranstaltungsbereich und wenn man einmal damit begonnen hat, fragt man sich, wie man bisher eigentlich nicht-nachhaltige Events planen konnte. Mein bisheriger Aktionsradius erstreckte sich auf das Bestellen von Bio-Catering aus der Region, dabei ist das nur der Anfang.

Die Frage in welcher Form ein Event nachhaltig oder umweltbewusst gestaltet werden kann, wird sowohl auf Veranstalterseite als auch auf Seite der Eventdienstleister noch nicht durchgängig gestellt. Umso auffälliger ist es, wenn z.B. ein Messebau- oder Technikunternehmen offen darüber kommuniziert. Und das zu Recht! Was heute noch ein Wettbewerbsvorteil ist, wird in einigen Jahren „State-of-the-art“ sein. Wer bis dahin nicht mit dem Umdenken begonnen hat, wird einfach abgehängt.

Aber wo genau kann ein Event nachhaltig gestaltet werden? Wie nähert man sich als Veranstalter diesem Thema überhaupt?

Sie haben es in der Hand!

Es gibt diverse Handlungsfelder in Ihrer Eventplanung, die Sie nachhaltig ausrichten können. In manchen Bereichen können Sie nahezu allein entscheiden, wie Sie Ihre Ansprüche in Sachen Nachhaltigkeit umsetzen. In anderen Bereichen sind Sie abhängig von Ihren Dienstleistern und Partnern und deren „grünem Gewissen“. Nachfolgend ein paar ausgewählte Hinweise für die wichtigsten Bereiche Ihrer Eventplanung, in denen Sie als Veranstalter beginnen sollten, nachhaltig zu denken und zu handeln:

Interne Abläufe und Teilnehmermanagement

  • so simpel wie effektiv: Sparen Sie Ressourcen! Arbeiten Sie möglichst papierlos – natürlich nur dort, wo es angebracht ist. Für die anderen Bereiche greifen Sie auf klimaschonende Materialien und Techniken zurück
  • reduzieren Sie Dienstreisen zu Meetings mit Ihren Partnern und nutzen Sie stattdessen Online-Medien für Ihren Austausch. Wenn Reisen nötig sind, nutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel so oft es geht
  • greifen Sie vor, aber auch während der Veranstaltung auf moderne Kommunikationsmittel zurück – informieren Sie Ihre Teilnehmer über Programmänderungen per Mail oder nutzen Sie eine Event-App für Smartphones

Location

  • viele Venues sind bereits nachhaltig ausgerichtet und zum Teil zertifiziert. Wählen Sie eine nach Ökostandards zertifizierte Location aus, profitiert auch Ihre Veranstaltung von den Gegebenheiten
  • achten Sie bei der Auswahl Ihrer Location aber auch auf die Erreichbarkeit – wie gut kann die Anreise Ihrer Teilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln realisiert werden? Achten Sie auf kurze Wege zwischen Location und den Hotels, in denen Ihrer Teilnehmer ggf. übernachten

Catering

  • haben Sie die freie Wahl, nutzen Sie das Angebot von Cateringunternehmen aus der Region, die ihre Lebensmittel von zertifizierten Bio-Lieferanten aus der Region beziehen
  • achten Sie auf regionale und saisonale Speisen – es müssen keine Erdbeeren im Winter aufs Buffet und auch nicht das Rind, das bereits 11 Flugstunden hinter sich hat

Messebau und Veranstaltungstechnik

Auf diese Bereiche haben Sie selber relativ wenig Einfluss. Es gibt aber inzwischen immer mehr Dienstleister, die auf Nachhaltigkeit setzen. Im Bereich Messebau geht es hier z.B. um die Materialien, die verarbeitet werden, um die Wiederverwendbarkeit der Bauten oder um das Anmieten von Komponenten. Im Technikbereich geht es um den Einsatz klimaschonender Geräte, um LED-Leuchtmittel im Stagebereich und vieles mehr. Auch hier ist es mitunter empfehlenswert, auf Zertifizierungen zu achten, zumindest aber das Gespräch zu diesem Thema zu suchen.

„Öko-Spinner“ oder zukunftsorientiertes Denken und Handeln

Wer sich dafür entscheidet, seine Events und Messeauftritte „grüner“ zu planen, ist gut beraten, das Thema Nachhaltigkeit als Gesamtaufgabe zu sehen, die alle Bereiche des Unternehmens betreffen sollte. Wenn man es wirklich ernst meint mit der ökologischen Verantwortung, kommt Ihr Unternehmen um Begriffe wie Corporate Social Responsibility (CSR)  oder auch dem Carbon Footprint nicht herum. Doch es lohnt sich, denn neben der am Anfang zugegebenermaßen erhöhten Arbeit bei der Umstellung auf nachhaltige Prozesse, steht dem gegenüber ein mitunter erhebliches Einsparpotential.

Weiterführende Links zu diesem Thema:

Mygreenmeeting.de Klimafreundliche Veranstaltungen

Green Meetings Anbieterdatenbank vom German Convention Bureau GCB

Co²-Rechner für Veranstaltungen – wie klimawirksam ist Ihr Event? Vom German Convention Bureau GCB

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