The Big Five – meine 5 Tipps für Gründer/innen

Wenn Sascha Theobald zur Blogparade „Mein wichtigster Rat an mein Gründer-Ich“ aufruft, sollte man unbedingt mitmachen, denn er bringt einen mächtig zum Nachdenken mit seinen Fragen. Was würde ich mit meiner heutigen Erfahrung meinem Gründer-Ich raten?

Also dann mal rein in die Zeitmaschine und zurück ins Jahr 2012, als meine Reise als Selbstständige begann. Nach vielen Jahren als Seniorreferentin und Projektleiterin im Eventmanagement hing ich einen sicheren Job an den Nagel, absolvierte noch eine Trainerausbildung und startete mit Eventberatung, -coaching und Training. Ich zeige Unternehmen, ganz gleich welcher Größe, wie sie durch professionelle Messeauftritte oder Business-Events ihre Sichtbarkeit steigern.

In diesen sechs Jahren hat sich viel verändert, sehr viel. Aber missen möchte ich keinen einzigen Tag und keine einzige Erfahrung, auch wenn nicht alle davon angenehm waren. Denn ich habe dadurch viel gelernt und würde heute nicht da stehen, wo ich eben heute stehe und besser weiß denn je, was ich eigentlich kann und will.

Alle meine Learnings hier aufzulisten, wäre etwas zu lang. Für diese wunderbare Blogparade habe ich mich deshalb auf meine 5 wichtigsten Tipps konzentriert – meine Big Five.

Nr. 5: Business-Plan

Erstellen Sie einen Business-Plan, auch wenn Sie ihn nicht unbedingt brauchen, weil Sie wie ich kein Fremdkapital oder Förderung nutzen werden. Er hilft Ihnen ungemein, Ihre Business-Idee strukturiert aufzuzeigen, zu hinterfragen, Ihre Zielgruppe genau zu definieren, die Marktsituation zu prüfen usw. Kurzum: Ein Business-Plan sorgt für Klarheit darüber, was Sie wollen und wohin Sie wollen.

Nr. 4: Business-Test

Suchen Sie Probanden, an denen Sie z.B. ein Seminar oder eine Beratung „durchspielen“ können. Stimmt Ihre Herangehensweise? Orientieren Sie sich wirklich am Bedarf Ihrer Zielgruppe? Dadurch können Sie wertvolle Tipps ernten, die Ihr Produkt noch klarer werden lassen.

Nr. 3: Gleichgesinnte

Bleiben Sie nicht allein im stillen Kämmerlein, sondern gehen Sie auf Netzwerksuche. Suchen Sie Menschen, die zum einen in einer ähnlichen Situation wie Sie sind, nämlich Gründer – gerne auch schon erfahren als Selbstständige –  und tauschen Sie sich mit ihnen aus. Gute Netzwerke sind sehr hilfreich, wenn es darum geht, aus den Erfahrungen anderer zu lernen und selber eigene Erfahrungen zu teilen. Aber Achtung: Es kommt auf die richtigen Netzwerke an, bei denen es nicht nur um eigenes Mitgliederwachstum geht, sondern um ehrlichen Austausch. In diesem Rahmen können Sie in der Regel auch gut üben, Kurzvorträge zu halten oder an Ihrer Businessvorstellung – dem Elevator Pitch – zu arbeiten.

Nr. 2: Mentoring

Nennen Sie es Mentor oder auch Sparringspartner, auch kleine Erfolgsteams mit 2-3 Personen können Ihnen enorm bei Ihrer Entwicklung helfen und das nicht nur zu Beginn Ihrer Selbstständigkeit. Es tut ungemein gut, jemanden an seiner Seite zu haben, den man immer wieder um ehrlichen Rat bitten kann, der einen hinterfragt, mit dem man gemeinsam Ideen durchspielen und entwickeln kann. Hierfür ist absolutes gegenseitiges Vertrauen und Loyalität gefragt – was im Raum besprochen wird, muss auch im Raum bleiben. Hier liegt für mich mit das größte Potential zur steten Weiterentwicklung Ihres Business.

Nr. 1 meiner Big Five: Think big act small

Geduld ist eine Tugend, mit der ich leider nicht sehr reich gesegnet bin. Sie ist aber für Selbstständige ungemein wichtig, denn manche Anstrengung zeigt erst nach einiger Zeit oder nach Jahren Früchte. Wichtig ist und bleibt, dass Sie Ihr Ziel vor Augen behalten und sich in gewissen zeitlichen Abständen z.B. Jahresziele stecken. Aber der Weg dahin ist oft kleinteilig und erfordert Geduld. Bei mir waren es in einigen Bereich Jahre, bis sich ausgezahlt hat, was ich zuvor gesät hatte. Manche Dinge gehen schneller, andere brauchen einfach Zeit, z.B. bis man sich einen Namen in seinem Bereich gemacht hat. Geduld und Durchhaltevermögen sind deshalb für mich die wichtigsten Aspekte, die Sie immer wieder benötigen werden.

 

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