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Wer bin ich? 5 Rednertypen, die garantiert nicht begeistern

Wer bin ich? 5 Rednertypen, die garantiert nicht begeistern

Wenn Sie regelmäßig Veranstaltungen besuchen, konnten Sie schon zahlreiche Redner hören und kennen diese Situationen sicher auch: Sie freuen sich auf den angekündigten Top Speaker und fühlen sich plötzlich unwohl, vor den Kopf gestoßen, es folgt einigermaßen Sprachlosigkeit und letztlich Wut. Warum? Der Redner hat es partout nicht geschafft, Sie in irgendeiner Form abzuholen, mitzunehmen oder anzusprechen. Dafür kann es mehrere Gründe geben, die ich Ihnen in meiner Top-5-Liste der am wenigsten überzeugenden Rednertypen zusammengestellt habe.

Platz 5: Der Romanautor

Dieser Typ Redner nutzt mit Vorliebe völlig mit Text und tausend Bullets überladene Powerpoint-Folien, die gerne in Schriftgröße 12 verfasst wurden. Hier fällt es schwer, sich zu entscheiden: Hören Sie dem Redner weiter zu oder versuchen Sie in aller Eile, Teile des Folientextes zu lesen? In der Regel entscheiden sich in dieser Situation die meisten Zuhörer für die dritte Möglichkeit: Abschalten.

Tipp: Gestalten Sie als Redner Ihre Folien klar und übersichtlich und ohne viel Text. Bilder sagen oft mehr und weniger ist hier auf jeden Fall mehr.

Platz 4: Der Vorleser

Während so manchem Vortrag habe ich mich gefragt, warum hier überhaupt ein Redner steht und nicht gleich die Präsentation ausgehändigt wurde? Es gibt leider viele Redner, die die Funktion ihrer Präsentation nicht recht verstanden haben und Folie für Folie, Satz für Satz vorlesen. Es gibt kaum etwas langweiligeres, als Vorträge, die nur aus dem Vorlesen der gezeigten Folien bestehen.

Tipp: Die gezeigten Folien dienen zur Unterstützung und Begleitung Ihres Vortrags. Machen Sie den Umkehrtest: Funktioniert Ihr Vortrag auch ohne Powerpoint-Präsentation? Setzen Sie lediglich Stichworte ein oder Bilder, zu denen Sie möglichst frei sprechen

Platz 3: Der Jet-Set-Speaker

Das ist eine Art des Präsentierens, die mich persönlich mit am häufigsten abschalten lässt: Der Jet-Set-Vortrag. Meint: In einer rein deutschsprachigen Veranstaltung wird vom Redner eine englischsprachige Präsentation gezeigt, die gestern noch in New York, heute in Frankfurt und morgen in Barcelona eingesetzt wird. Keine Zeit, um sich auf das jeweilige Publikum und deren Sprache einzustellen, zu beschäftigt, zu viel unterwegs. Selbst wenn der Redner in seinem Vortrag überzeugend ist, ist das ein klarer Minuspunkt, denn dadurch werden die vor ihm sitzenden Zuhörer nicht genügend wertgeschätzt.

Tipp: Vortragstermine sind in der Regel lange vorab bekannt und geplant. Erkundigen Sie sich bei Vertragsabschluss für Ihren Vortrag immer nach der Veranstaltungssprache und erstellen Sie Ihre Präsentation in dieser Sprache.

Platz 2: Der Schnellsprecher

Dieser Typ Redner ist weit verbreitet und tatsächlich neigen viele Menschen dazu, schneller zu sprechen, wenn sie aufgeregt sind und das ist bei Vorträgen häufig der Fall. Ich habe sogar schon einen Redner erlebt, der von den Zuhörern auf sein hohes Redetempo hingewiesen wurde. Den Ball spielte er mehr oder weniger gekonnt ins Publikum zurück, indem er konterte, die Zuhörer seien vielleicht schon zu alt für das Tempo…

Tipp: Auch als erfahrener Redner sollten Sie immer wieder Redesituationen trainieren und auf Ihre Redetempo achten. Dabei gilt: Wenn Sie das Gefühl haben, zu langsam zu sprechen, ist es für die Zuhörer genau richtig. Ein weiterer Vorteil, langsamer zu sprechen: Sie geben sich die Möglichkeit, dramaturgische Pausen einzubauen.

Platz 1: Der Pop-Star-Speaker

Diese Redner entlocken mir meistens noch ein Schmunzeln, bevor ich abschalte, denn weniger Wertschätzung des Publikums geht kaum noch. Sie erkennen den Pop-Star unter den Rednern an Aussagen wie: „Mein Flieger hatte Verspätung, ich habs gerade noch geschafft“ oder auch „Ich muss zwar gleich wieder zum Flughafen, aber zwei Fragen aus dem Publikum gehen noch“. Gern gehört auch folgende Aussage: „Wie Sie sicher wissen….“, bevor fachlich abgehobenes Bla Bla folgt. Gerne blättern diese Redner auch einzelne Folien weiter begleitet von der Aussage „diese Folie braucht sie eigentlich nicht zu interessieren“. Sie kennen sicher noch weitere Beispiele solcher Redner.

Tipp: Jeder Vortrag ist gleich wichtig und jedes Publikum ebenso. Planen Sie für jeden Vortrag sowohl vorher als auch im Anschluss genügend Zeit ein, um sich voll und ganz der Vortragssituation zu widmen. Nur so können Sie sich auf die Gegebenheiten vor Ort und Ihre Zuhörer voll und ganz einlassen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Mir fällt dazu noch der Typ ein, der sich selbst gern reden hört. Das sind die, die meistens überziehen, keine Fragen zulassen und bei denen lediglich ihre eigene Meinung zählt.

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